create reality
Julian Rentzsch: Ich halte die Augen offen

Julian Rentzsch, 33, lebt und arbeitet als freier Illustrator und Designer in Hamburg. Mit 18 Jahren beginnt er, Graffiti zu malen, es folgen die ersten Aufträge als Wandgestalter. Später studiert der gebürtige Hamburger in seiner Heimatstadt Illustration und Kommunikationsdesign. Seit 2005 arbeitet Rentzsch frei.

Wie gehst du bei deiner Arbeit vor?
Am Anfang steht immer ein grobes Scribble mit einem sehr harten Bleistift. Das verfeinere ich dann mit einem weicheren Stift, um es später mit einem Tintenstift zu vervollständigen, Licht und Schatten herauszuholen und dann weiter zu bearbeiten.

Warum benutzt du Stifte von rotring?
Die Feinminenstifte von rotring haben den Vorteil, dass man verschieden Strichstärken und Härtegrade der Minen einsetzen kann. Das erzeugt eine starke Differenzierung, die ich für meine Arbeiten brauche. Ähnlich ist es bei den Tintenstiften, auch hier überzeugt mich die Flexibilität und die Handhabung.

Wo lässt du dich inspirieren?
An keinem bestimmten Ort, ich halte einfach die Augen offen. Oft entspringt eine Idee aus einer kurzen Blicksequenz, die sich während des Zeichnens weiterentwickelt und vervollständigt. Mich können Menschen, Natur und Stadtszenerien inspirieren, ein Foto oder auch eine Grafik aus einem Blog. Ich gehe viel zu Fuß oder fahre mit dem Rad. So können die verschiedensten Eindrücke meiner Umgebung auf mich wirken.

Brauchst du für deine Arbeit Stille?
Wenn ich gestalte, höre ich Musik, auch sie beeinflusst mich unterbewusst. Die Entscheidung, was ich höre, mache ich von meiner Stimmung abhängig, nicht von dem Projekt.

Hat es dich nie gereizt, in eine andere Stadt zu ziehen?
Nein, Hamburg bietet mir alle Möglichkeiten, meinen Interessen und meinem Beruf nachzugehen. Inzwischen arbeite ich hier mit Gestaltern aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Das motiviert und inspiriert uns gegenseitig.

www.julianrentzsch.de

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Julian Rentzsch Galerie
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Illustrator Trust: I create reality.

Przemek Truściński, Jahrgang 1970, lebt und arbeitet als freier Comiczeichner und Illustrator in Warschau, seine Arbeiten signiert er mit "TRUST". Truściński studierte Grafik an der Kunstakademie in Lodz. Truścińskis Arbeiten sind preisgekrönt, seine Comics wurden in verschiedenen Anthologien und Sammelbänden veröffentlicht.

Was inspiriert dich?
Um futuristische Bilder zu zeichnen, braucht man manchmal gar nicht so viel Fantasie. Hier in Warschau gibt es, z. B. diesen einzigartigen Platz, auf dem alte, ausrangierte Fahrzeuge und Maschinen stehen. Ich liebe diesen Ort. Wer sich dort umschaut, sieht, wo die Ideen für all die futuristischen Elemente in meinen Zeichnungen herkommen.

Wie hat sich dein Stil entwickelt?
Ich bin ein Kind der Popkultur, die mich doch sehr geprägt hat. Selbst während meines Studiums habe ich dieses schon zum Ausdruck gebracht. Darüber hinaus bin ich mit Comics und Filmen wie "Star Wars", "Blade Runner" und "Apocalypse Now" groß geworden. Auch Bücher haben mich immer schon stark inspiriert. All diese Einflüsse spiegeln sich in meinen kreativen Arbeiten wider.

Comics oder Illustrationen – was macht den Hauptteil deiner Arbeit aus?
Meistens zeichne ich Comics, und ich werde vor allem als Comic-Künstler wahrgenommen, obwohl ich auch Illustrationen erstelle. So oder so möchte ich im kreativen Prozess eine Form von "Wahnsinn" zum Ausdruck bringen oder zum Leben erwecken. Das ist das Grundprinzip meiner künstlerischen Arbeit.

Welche Rolle spielen dabei deine Stifte?
Um diesen "Wahnsinn" zu erzeugen, brauche ich Präzision, und die kann ich nur mit Präzisionswerkzeugen wie dem rotring isograph umsetzten. Sie sind für mich extrem wichtig, weil diese Präzision mich weiter inspiriert und es mir ermöglicht, Ideen in Bilder zu verwandeln.

www.trusthead.com

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Sena: "Ich vermische unterschiedliche Techniken und Medien"

Sena, Jahrgang 1982, lebt und arbeitet als Künstlerin, Grafikerin und Mode-Designerin in Istanbul. Bis 2006 studierte sie am Central Saint Martins College of Art and Design in London, im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Illustrationen, Zeichnungen und Gemälde.

Wie gehst du bei deiner Arbeit vor?
Bevor ich anfange, schaue ich mich um und beobachte, was gerade in meiner Umgebung oder der Welt passiert. Dann beginne ich, mit einem Bleistift auf Papier zu zeichnen. Wenn die Skizze fertig ist, übertrage ich sie auf einen größeren Papierbogen, manchmal auch auf eine Leinwand.

Welche Stifte benutzt du dabei?
Auf Papier arbeite ich gern mit einem Kalligraphie-Füller und viel Tinte, für kleine Details nehme ich dünnere Federn. Auf der Leinwand hingegen benutze ich Ölfarben und Pinsel. Wenn es das Bild verlangt, übertrage ich die Kalligraphie auf die Leinwand oder benutze Ölfarben auf Papier. Normalerweise vermische ich unterschiedliche Techniken und Medien.

Woher kommen deine Ideen?
Der Alltag und die Menschen um mich herum inspirieren mich, vor allem die Rolle der Frau in der Gesellschaft. In meinem Freundeskreis gibt es die unterschiedlichsten Frauen. Jede von ihnen hat einen anderen kulturellen und ökonomischen Hintergrund; sie alle sind sehr stark, sie alle arbeiten für ihre Familien. Auch deshalb inspirieren mich ihre Geschichten sehr.

Welche Rolle spielt für dich Literatur?
Ich mag Fantasy-Romane. Oft vermische ich die Geschichten miteinander, sie beeinflussen ebenfalls meine Arbeit.

 

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Sena Galerie
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McBess: "Am Ende dreht sich immer alles um Frauen, Essen und Musik."

McBess, 1984 als Matthieu Bessudo in Cannes geboren, lebt als Illustrator und Regisseur in London. Bis 2006 studierte der Franzose 3D-Animation in Arles, danach zog er in die englische Hauptstadt und begann bei The Mill zu arbeiten; das preisgekrönte Unternehmen hat sich auf Post Production und Visuelle Effekte spezialisiert. Im Mittelpunkt von McBess' eigenen Werken stehen Schwarz-Weiß-Illustrationen und Animationen. Außerdem spielt er Gitarre in seiner Band The Dead Pirates.

Wie gehst du bei deiner Arbeit vor?
Ich arbeite im Wesentlichen auf zwei unterschiedliche Arten: Entweder mache ich die gesamte Illustration am Computer in Photoshop oder ich benutze Stifte. In dem Fall skizziere ich die Umrisse mit einem Bleistift vor, ziehe sie mit dem Rapidograph/Isograph nach und füge neue Striche und Details hinzu. Ich gehe dabei ziemlich spontan vor und lasse mich von dem Stift führen.

Warum benutzt du Stifte von rotring?
Ich habe viele Marken ausprobiert aber keine andere hatte dieses tiefe Schwarz. Außerdem sind die Größen perfekt. Am Computer arbeite ich mit sehr feinen Linien, um komplexe und aufwendige Schattierungen zu zeichnen. Mit den feinen Strichstärken von rotring schaffe ich das auch auf dem Papier.

Wer oder was inspiriert dich?
Der Alltag, meine Freunde, meine Familie, wahrscheinlich auch meine Kindheit. Am Ende dreht sich immer alles um Frauen, Essen und Musik. Auch wenn ich im Internet surfe oder Sachen mache, die mit der Arbeit nichts zu tun haben, finde ich Inspiration. Alles ist in Bewegung und kann mich mitreißen.

Unterscheidest du zwischen kommerziellen und freien Arbeiten?
Immer weniger. Meine Arbeit als Regisseur bei The Mill beeinflusst auch meine freien Werke.

www.mcbess.com

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Timo Müller: "Zu wissen, was das Produkt können muss, bildet die Grundlage der Gestalt"

Timo Müller, Jahrgang 1980, lebt in Frankfurt am Main und studiert Industrie-Design an der Hochschule Darmstadt. Industrie-Design beinhaltet die Gestaltung von Produkten, die industriell gefertigt werden. Außerdem arbeitet er als Freelancer für namhafte Architekturbüros und Designagenturen in Deutschland.

Darmstadt ist bekannt als Wissenschaftsstadt. Ist die Stadt dennoch für dich eine kreative Inspirationsquelle?
Ja, ich finde das Umfeld hier total inspirierend. Kunst und Gestaltung sind auf der Mathildenhöhe in Darmstadt sehr präsent, zum Beispiel durch die Künstlerkolonie und das Ernst Neufert Haus. Unser Fachbereich ist umgeben von Parks und Museen – wir Studenten können hier in Ruhe arbeiten. Jugendstil und Bauhauseinflüsse haben die Stadt geprägt, im Design Haus Darmstadt sind spannende Ausstellungen zu sehen, etwa über den Braun-Designer Dieter Rams.

Wie gehst du bei deiner Arbeit vor?
Ich beginne meistens mit einer Skizze. Zunächst mache ich mir erst einmal die Aufgabenstellung bewusst und recherchiere die Informationen, die der Entwurf enthalten soll. Zu wissen, was das Produkt können muss, bildet die Grundlage der Gestalt. Die äußere Form entwickle ich dann nach und nach über Vormodelle und Materialproben, je nach dem um was für ein Projekt es sich handelt.

Was gestaltest du?
Zum Beispiel einen Gehstock. Ich wollte ein Objekt, das es in der Form schon gibt, so verändern, dass es sich von der medizinischen Ästhetik entfernt und unauffälligerer, schicker wird. Oder einen Schlitten, der als Aufsatz für ein Snowboard dienen könnte. Als ich die Idee dazu hatte, bin ich gleich zu Skizzen übergegangen.

Welche Stifte benutzt du, wenn du Skizzen machst?
Meistens einen Kugelschreiber oder einen weichen Druckbleistift. So kann ich mich langsam den Formen annähern, mit einem relativ breiten Spektrum an Grautönen Flächen schattieren und stärkere Linien ziehen. Da ich oft leichte Konstruktionslinien als Basis benötige, benutze ich Stifte, die sich gleichmäßig, aber mit einem leichten Widerstand auf dem Papier bewegen. Je zufriedener ich mit einer Zeichnung bin, desto weiter arbeite ich Schatten und Konturen dann mit Finelinern aus und ergänze falls nötig Erläuterungen oder Zeichen, die zum Beispiel gedachte Bewegungen andeuten.

Wie hast du Stifte von rotring für dich entdeckt?
Ein Freund hat mir vor einigen Jahren ein rapidograph Set von rotring geschenkt, das er von seinem Großvater, einem Technischen Zeichner, bekommen hatte. Ich war fasziniert von den Produkten, weil ich noch nie so filigrane Zeichenwerkzeuge in den Händen hatte.

 

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Kätlin Kaljuvee: "Am Anfang sammle ich Ideen und kreiere daraus eine Collage, eine Art Moodboard"

Kätlin Kaljuvee, Jahrgang 1982, studierte bis 2006 Modedesign an der Estnischen Kunstakademie in Tallinn. Dort lebt und arbeitet die Modedesignerin und Illustratorin auch heute noch. In ihrer Heimatstadt betreibt sie zudem das Modelabel Katyusha as Me. Ihre Kollektionen, für die sie unter anderem die Stoffe und Illustrationen entwirft, lässt Kaljuvee ausschließlich in Estland produzieren.

Wie bist du zur Modeillustration gekommen?
Ich bin in einer Zeit groß geworden, als Estland noch zur Sowjetunion gehörte. Damals gab es ein paar Magazine mit Modezeichnungen von fantastischen Illustratoren. Diese haben mich von klein auf beeinflusst. Als ich drei bzw. vier Jahre alt war, fing ich an zu zeichnen. Während meines Studiums an der Estnischen Kunstakademie beschloss ich, mich mehr auf Modeillustration zu konzentrieren. Ich hatte einige Lehrer, die mich dazu ermutigten, meinen eigenen Stil zu entwickeln.

Wie gehst du bei deiner Arbeit vor?
Am Anfang sammle ich Ideen und kreiere daraus eine Collage, eine Art Moodboard. Danach zeichne ich so viele Skizzen wie nötig, bis ich die richtige Komposition gefunden habe, mit der ich weitermachen kann. Diese übertrage ich dann auf größeres, besseres Papier und beginne, mit Tinte, Stift und Pinseln zu arbeiten. Danach füge ich Farben hinzu, wenn es nicht bei einer Schwarz-Weiss-Illustration bleiben soll.

Warum benutzt du Stifte von rotring?
Sie liegen hervorragend in der Hand. Die schwarze Tinte ist so hochwertig, dass ich die Schattierungen zeichnen kann, die ich brauche. Sie ermöglicht es mir, einzigartige Effekte und verschiedene Farbnuancen zu erreichen. Und ich liebe den ArtPen, er gleitet so einfach und so gut über das Papier.

Was inspiriert dich?
Die Luft, meine Umgebung, meine Reisen, Farben, das Licht, Schatten und Landschaften, die ich irgendwo gesehen habe. Tallinn liegt an der Ostsee, das beeinflusst ebenfalls meine Arbeit, denn auch die Wellen, der kalte Wind und die Möwen inspirieren mich.

www.katlinkaljuvee.com

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Kätlin Kaljuvee Galerie
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